Wie sieht die Bewegung eines Aufschlages eigentlich wirklich aus? Wie arbeitet ein
Handgelenk beim Vorhand-kurz-cross aus dem Lauf? Welche technischen
Besonderheiten führen zu Aufschlaggeschwindigkeiten jenseits der 190Km/h? Was
ist der Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus? Stichworte, die richtigerweise immer wieder
im Training fallen, von denen aber kaum genaue visuelle Vorstellung vorliegen; vor
allem nicht bei der eigenen Ausführung.
Wie sieht die Stellung zum Ball aus? Wo ist der optimale Treffpunkt? Wann ist der
Schläger optimal beschleunigt? Wo manifestieren sich Unterschiede zwischen einer
Rückhand eines Spitzenspielers und der eigenen? Wird die Grundlinie beim Kurz-
Cross des Gegners durchkreuzt oder sind die Laufwege parallel zu ihr? Warum
dauern Richtungswechsel so lange, gibt es optimale Lauftechniken?
Durch videobasierte Analyseverfahren bringt die TGC den Athleten ihre eigenen
Bewegungsmuster näher. Auf diese Weise können technische oder taktische Mängel
schneller erkannt und durch gezieltes Training behoben werden.
Aber nicht nur
problemorientierte Analysen stehen im Fokus des Videos. Mindestens genauso
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wichtig ist die Bewusstmachung der eigenen Stärken, um den Spielern
Selbstvertrauen in ihre Schläge zu vermitteln.
Durch eine objektive, systematische Spiel- und Matchbeobachtung gelingt es,
bestimmte, wiederkehrende Merkmale zu erfassen, die nach ihrer Auswertung
gewinnbringend als neue Impulse in das tägliche Training integriert werden können. |
Es stehen diverse Analyseverfahren zur Verfügung, die den Spielern nahe gebracht
werden sollen und so auf Turnieren untereinander selbstständig angewendet werden
können. Punkte-Verlaufs-Kurven geben zum Beispiel Aufschluss über Punktfolgen
und Punktverteilungen. Je nach Komplexität des Verfahrens können Asse,
Doppelfehler, Vorhand-Winner etc. auf bestimmte Spielstände bezogen werden und
so Stärken und Schwächen herausgefiltert werden. Möglichweise ist es dem Spieler
gar nicht bewusst, dass die Quote seines ersten Aufschlages bei Breakball gegen
sich rapide sinkt, und Doppelfehler nur hier auftreten. An dieser Situation kann in
einer Trainingssimulation hervorragend gearbeitet werden.
Parallel dazu kann durch subjektive Analyseverfahren getestet werden, wie gut ein
Athlet sein eigenes Spiel kennt und bewertet.
Bestehen große Übereinstimmungen
im objektiven Vergleich oder herrschen Diskrepanzen in den Beobachtungen?
Ist der
Spieler in der Lage, sowohl das eigene als auch das gegnerische Spiel zu lesen und
entsprechend darauf zu (re-) agieren?
Auch diese Fähigkeiten können und müssen
trainiert werden, um das eigene Leistungspotential zu entwickeln. Die TGC bietet in
diesem Bereich einen weiteren Baustein in der Trainingsgestaltung, um die Spieler
für weitere Perspektiven zu sensibilisieren.
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